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31. Mai 2013

Folgen der Niedrigzinsen: Blase - na und?

Tolle Gewinne auf dem Papier. Spekulanten-Glück: Die Casino-Kapitalisten haben mit billig Geld sorglos lachen. Sie leben in ihrer gutartigen Kredit-Blase.
"Auch Blasen am Aktienmarkt sind in der Regel gutartig. Sie führen dazu, dass sich Menschen eine Zeitlang reicher fühlen, um dann nach dem Platzen zu erkennen, dass das leider nur Gewinne auf dem Papier waren. "
Wie schön, wenn man sich reich glauben darf, auch wenn am keine wirklichen Werte geschaffen wurden. Der Katzenjammer kommt, wenn die End-Rechnung aufgemacht wird - und der billige Schulden-Traum zu teuren Albtraum wird: Rezession und Deflation.
"Denn sehr viel bedrohlicher als alle Blasen-Szenarien ist die sich immer mehr verfestigende und immer mehr Länder erfassende Rezession des Euro-Raums. ... Zusammen mit der hohen Verschuldung privater und öffentlicher Haushalte wäre das eine echte Bedrohung für das gesamte Bankensystem - und damit auch für die Sparer und Steuerzahler."

Abb. Wikimedia 

30. November 2012

70-Billionen-Order stürzt Börse ins Chaos

Das ist etwa so, als gingen Sie zum Bäcker und kauften mal eben 12.000 Mohnbrötchen. Die Dame am Tresen würde erst doof gucken und dann mit Ihnen zusammen lachen. Die Computer aber kennen weder Humor noch haben Sie ein Verständnis von dem, was sich machen. Es sind Maschinen, die nur so perfekt sind, wie die Menschen, die sich bauen. Fehler sind menschlich, und so sind Computer auch voller Fehler. Dass diese Dinger ähnlich tumb agieren in Atomkraftwerken, bei Energieversorgern, Verkehrsleitsystemen, Flugüberwachung, Militäreinrichtungen und Datenmelkanlagen ist nicht gerade vertrauenserweckend.

26. November 2012

Im Schattenreich der Jade-Zocker

Mit spitzer Feder berichtet der Spiegel von den Jade-Steinen in China. Erst möchte man das Verhalten der Menschen in ihrem China-Land unter der Rubrik "Wunderliches Asien" verbuchen, aber dann fällt die Parabel auf. (Ein unfreiwilliges Glanzstück an SPON-Journalismus!)

Parabel

Der Chinese kauft von seinen relativ harten Mao-Rubeln noch härtere Felsbröckchen, denen vieleicht, vielleicht ein teures Jadeherz im Busen steckt. Er sägt die Stein auf, dann weiß er, ob er Gewinn gemacht hat, oder ob's ein tauber Stein war ohne Wert.

Finanzprodukt
 
Das erinnert auf sonderbare Weise an die Finanzprodukte, welche die Langnase im Westen kauft. Wenn sich dort das Innere zum Äußeren kehrt, erweist sich manches Investment in Betongold und Südlandbonds als wertloser, virtueller Schundschutt für die Bankenhalde. Oh, wie viel milder ist da der Schatten im China-Zocker-Reich!

China hat es besser

Der Chinese kann sich immerhin noch die Terrasse mit seinen Brocken pflastern, seinen Jade-Berater den Schädel damit blutig schlagen oder auch selber mit den Steinen ins Wasser gehen, je nach Stimmungslage und Temperament, während diese Möglichkeiten der Stressbewältigung die deutsche Konto-Null verwehrt. Glückliches China!

(Foto: Simon A. Eugster via wikicommons)

16. November 2012

Akute Warnung: Steht ein »Aktien-Crash 2012« unmittelbar bevor?

Herr Saiger warnt via Kopp-Online vor dem Börsencrash. Wir dürfen gespannt sein, wie der Macher von "Midas-Investment-Report" seine Vorsicht vergoldet.

10. November 2012

Dirk Müller (05.11.2012)

"Mr. Dax" Dirk Müller ist der Schreckensbote der Finanzwirtschaft. Frisch tischt er die magere Kost am Business-Tisch auf. "Schluss ist bei Null" spöttelt er zu den Börsenzahlen, aber auch mit wenig Moos ist wenig los. Private Vermögenswerte verbrennen schneller als man den Countdown noch herunter zählen kann. Die Edelmetalle fahren ebenso zu Tal, und der Sparer zur Hölle.



Man darf sich fragen, wie Dirk Müller noch sein Vermögen mehrt. Ob er Kartoffeln einlagert und Möhrchen einweckt? An der Börse wird nicht nur verloren: Wie das Geld den einen aus der Tasche rinnt, so perlt es bei den anderen hinein. Der kleine Sparer aber ist immer dumme beim Börsenspiel. Ja es ist Spiel ist es für den Privatanleger: reines Glücksspiel, denn mit den großen Gewinnern und Milliarden-Zockern der Branche kann er in puncto Informationsstand und Marktmacht  nicht mithalten; Klein-Michel findet nur als blindes Huhn einen Korn von Zeit zu Zeit, doch wenn es ihm einer ins Ohr flüstert, will er nicht hören.